Pasta e Fasoi – Der venezianische Klassiker
Pasta e Fasoi ist mehr als nur ein Rezept; es ist eine Tradition. In den ländlichen Gegenden Venetiens ist dieses Gericht ein Symbol für Gastfreundschaft und Genugtuung. Es gibt keine komplizierten Techniken, nur die Qualität der Zutaten und die Geduld beim Kochen der Bohnen.
Zutaten
- 400 g Pasta corta (z. B. Ditalini, Mezze Maniche oder Garganelli)
- 250 g getrocknete Borlotti-Bohnen (oder 400 g Doseneinlage, gut abgetropft)
- 4 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
- 2-3 Zweige frischer Rosmarin
- 100 ml extra natives Olivenöl
- Salz nach Geschmack
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Ca. 1,5 Liter Wasser oder veganer Gemüsebrühe zum Kochen der Bohnen
Zubereitung
- Bohnen vorbereiten: Wenn Sie getrocknete Borlotti-Bohnen verwenden, legen Sie diese am Vorabend in kaltes Wasser ein. Am nächsten Tag abtropfen und in einem Topf mit frischem Wasser (oder Brühe) zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze ca. 45-60 Minuten garen, bis sie weich, aber noch bissfest sind. Das Kochwasser beiseite stellen und nicht wegwerfen, es ist das Geheimnis der cremigen Sauce!
- Aromen entfalten: In einer großen Pfanne oder einem Tiegel das Olivenöl erhitzen. Den fein gewürfelten Knoblauch und die Rosmarinnadeln (von den Zweigen gepflückt) darin sanft andünsten, bis sie duften. Achtung: Nicht braun werden lassen, sonst wird es bitter.
- Sauce binden: Die vorgekochten Borlotti-Bohnen zusammen mit etwas von ihrem Kochwasser in die Pfanne geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Mischung leicht einkochen lassen, bis eine cremige, sämige Konsistenz entsteht. Falls nötig, weitere Schlucke Nudelwasser hinzufügen.
- Pasta garen: In einem großen Topf Salzwasser aufkochen. Die Pasta corta nach Packungsanweisung al dente garen. Wichtig: Vor dem Abgießen mindestens eine Tasse des Nudelwassers zurückhalten.
- Vermengen: Die al dente gekochte Pasta direkt in die Pfanne zu den Bohnen geben. Unter Rühren vermengen und bei Bedarf etwas vom zurückgehaltenen Nudelwasser hinzufügen, damit die Sauce die Nudeln schön umschmeckt und nicht zu trocken ist.
- Servieren: Nochmals abschmecken (Salz, Pfeffer, eventuell ein Schuss Olivenöl). Sofort servieren. Dieses Gericht schmeckt am besten frisch, da die Nudeln sonst zu viel Flüssigkeit aufsaugen.
Tipp vom Chefkoch
Der Trick bei Pasta e Fasoi ist das Nudelwasser. Die Stärke darin hilft, die Sauce zu emulgieren und an den Nudeln haften zu lassen. Verwenden Sie unbedingt extra natives Olivenöl, da es hier die Hauptfettquelle und Geschmacksgeber ist.
