Strozzapreti all’Aglio e Olio mit Sellerie, Cime di Rapa und Bohnen
Dieses Rezept ist eine Huldigung an die ligurische Einfachheit und Frische. Strozzapreti, die handgeschnittenen Nudeln aus Genua, finden hier ihr Gegenstück in einer Sauce, die auf der klassischen Aglio e Olio-Basis aufbaut, aber durch vegetarische Elemente bereichert wird.
Die Kombination aus dem erdigen Sellerie, dem leicht bitteren Cime di Rapa und der cremigen Textur der weißen Bohnen schafft ein ausgewogenes Geschmackserlebnis. Minze und Mandeln bringen die nötige Frische und Knusprigkeit auf den Teller.
Zutaten
- 400g Strozzapreti (aus Hartweizengrieß)
- 1 Bund Staudensellerie (ca. 300g), in dünne Scheiben geschnitten
- 400g Cime di Rapa (Grünkohl-Rübenkraut), von Stielen befreit und grob gehackt
- 2 Dosen (à 400g) weiße Bohnen (oder eine große Portion selbst gekochte Bohnen), abgetropft und gespült
- 4-5 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 100g Mandeln, grob gehackt
- 1 Handvoll frische Minze, fein gehackt
- 1 TL Chiliflocken (optional, nach Geschmack)
- 100 ml extra natives Olivenöl extra
- Salz für das Nudelwasser und zum Würzen
- Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung
- Gibt die Strozzapreti in einem großen Topf mit reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung al dente. Behaltet ca. 200 ml Nudelwasser zurück.
- Während die Pasta kocht, erhitzt ihr das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Gebt den gehackten Knoblauch und die Chiliflocken hinzu und lasst sie kurz duften, ohne dass der Knoblauch braun wird.
- Gebt den Staudensellerie hinzu und bratet ihn für etwa 5-7 Minuten, bis er leicht weich und glasig ist.
- Fügt nun die Cime di Rapa hinzu. Da diese etwas länger gart als Blattspinat, deckt die Pfanne kurz ab oder fügt einen Schuss Nudelwasser hinzu, damit sie gedämpft wird und ihre Bitternote verliert. Ca. 5-8 Minuten.
- Misch die abgetropften weißen Bohnen unter das Gemüse. Zerdrückt sie leicht mit einem Löffel, damit sie eine cremige Grundlage für die Sauce bilden.
- Gebt die gekochten Strozzapreti direkt in die Pfanne. Fügt nach und nach das reservierte Nudelwasser hinzu und schwenkt kräftig, bis sich eine sämige, ölige Sauce bildet, die an die Nudeln haftet.
- Nehmt die Pfanne vom Herd. Rührt die gehackten Mandeln und die frische Minze unter. Die Restwärme reicht aus, um die Aromen zu entfalten, ohne dass die Minze verbrennt.
- Schmeckt abschließend mit Salz und Pfeffer ab und serviert sofort warm.
Koch-Tipp
Die Cime di Rapa kann je nach Saison sehr unterschiedlich bitter schmecken. Wenn sie besonders bitter ist, blanchiert sie kurz in Salzwasser vor, bevor du sie in die Pfanne gibst. Die weiße Bohnenbrühe (Aquafaba) aus der Dose kann als Ersatz für das Nudelwasser verwendet werden, um die Sauce besonders cremig zu machen.
