Sizilianische Mafaldine mit cremiger Bottarga-Emulsion
Dieses Rezept verbindet die rustic charm der sizilianischen Küche mit einer modernen, eleganten Technik. Die Cremigkeit wird nicht durch Sahne, sondern durch die natürliche Emulsionskraft der Bottarga und des Nudelwassers erreicht. Das Ergebnis ist eine leichte, aber intensiv aromatische Sauce, die die Mafaldine perfekt umhüllt.
Zutaten
- 400g Mafaldine
- 1 große Aubergine (ca. 600g), in 1cm dicke Scheiben geschnitten
- 2 mittlere Zucchini, in halbe Mondscheiben geschnitten
- 4-5 Sardellenfilets (im Öl eingelegt)
- 100g getrocknete Tomaten (im Öl eingelegt), grob gehackt
- 2 EL Fenchelsamen, leicht geröstet und fein gemahlen
- 30g Bottarga (Makrele oder Dorsch), in feine Flocken gerieben
- 3 EL Olivenöl natives Extraleichte
- 2 Knoblauchzehen, gepresst
- 50ml trockener Weißwein
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Frische Petersilie oder Basilikum zum Garnieren
- Ca. 150ml Nudelkochwasser
Zubereitung
- Die Auberginenscheiben mit Salz bestreuen und 20 Minuten ziehen lassen, um die Bitterstoffe zu entfernen. Anschließend gut abspülen und trocken tupfen. Die Zucchini vorbereiten.
- In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die Auberginen und Zucchini portionsweise bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten, bis sie weich und leicht karamellisiert sind. Herausnehmen und beiseitestellen.
- In derselben Pfanne die Sardellenfilets bei mittlerer Hitze unter Rühren zerfallen lassen, bis sie sich im Öl auflösen. Den Knoblauch hinzufügen und kurz mitdünsten, ohne dass er braun wird.
- Die gehackten getrockneten Tomaten und die gemahlenen Fenchelsamen dazugeben. Mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdunstet ist.
- Die Mafaldine in reichlich salzigem Wasser al dente kochen. Vor dem Abgießen mindestens 150ml des Kochwassers aufbewahren.
- Die Pasta direkt in die Pfanne mit der Sauce geben. Eine Schöpfkelle Nudelwasser hinzufügen und bei mittlerer Hitze unter kräftigem Schwenken emulgieren, bis eine erste Bindung entsteht.
- Das angebratene Gemüse wieder zur Pasta geben und vermengen. Vom Herd nehmen und kurz warten, bis die Temperatur etwas gesunken ist (ca. 5 Sekunden).
- Die geriebene Bottarga unter die heiße Pasta heben. Die Hitze der Nudeln und das Fett in der Sauce sorgen dafür, dass sich die Bottarga auflöst und eine luxuriöse, cremige Emulsion bildet. Vorsichtig umrühren, damit keine Klumpen entstehen.
- Den Salzgehalt prüfen (Sardellen und Bottarga sind bereits salzig) und mit Pfeffer abschmecken. Sofort servieren und mit frischen Kräutern garnieren.
Koch-Tipp: Bottarga ist hitzeempfindlich. Wenn sie zu stark erhitzt wird, kann sie eine seifige Note entwickeln. Daher immer kurz vor dem Servieren, idealerweise schon etwas abgekühlt, unterheben.
